Die Sektion „Materie und Kosmos“ der Deutschen Physikalischen Gesellschaft hat DESY-Doktorand Robert Stein mit dem Dissertationspreis 2023 ausgezeichnet. Stein, der seine Promotion in Zeuthen wurde für seine Arbeit „Black Holes, Shredded Stars and Cosmic Neutrinos“ geehrt, in der er Zusammenhänge sogenannter Tidal Disruption Events (TDEs), einer Art kosmischer Gezeitenkatastrophe, und hochenergetischen Neutrinos untersuchte. Hierfür verwendete er Daten des weltweit größten Neutrinoteleskops IceCube am Südpol sowie der Zwicky Transient Facility (ZTF), einem optischen Observatorium. Der Preis wurde Robert Stein am 24. März auf der DPG-Tagung in Dresden überreicht.
Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) hat dem DESY-Doktoranden Marvin Edelmann den Georg-Simon-Ohm-Preis für seine Master-Arbeit verliehen. Mit diesem Preis zeichnet die DPG hervorragende Abschlussarbeiten in der physikalischen Technik oder verwandten Studiengängen an Fachhochschulen aus.
Die Kollaborationen ATLAS und CMS haben eine neue Art der Erzeugung von Top-Quarks beobachtet. Top-Quarks, die etwa einmal pro 100 Millionen Kollisionen am Large Hadron Collider LHC am CERN erzeugt werden, können auf viele Arten erzeugt werden. Top-Quark-Antiquark-Paare sind am häufigsten, aber Teilchenphysiker:innen haben auch einzelne entstehende Top-Quarks beobachtet. In einer Kollision können sogar vier solcher Quarks auf einmal entstehen, indem zwei Top-Quarks und zwei Top-Antiquarks gebildet werden. Dies geschieht jedoch sehr selten. Für jede Kollision, bei der vier Top-Quarks entstehen, erwarten wir Wissenschaftler 4000 Kollisionen, bei denen die ebenfalls sehr seltenen Higgs-Teilchen entstehen. Auf der Moriond-Teilchenphysikkonferenz, die zurzeit in Italien stattfindet, haben die beiden Kollaborationen drei neue Ergebnisse zu diesen extrem seltenen Ereignissen vorgestellt.