Ein internationales Forschungsteam aus Hamburg und Villigen hat in zwei aktuellen Studien untersucht, wie sich Mikrostrukturen in additiv gefertigten Materialien für zukünftige Fusionsreaktoren bilden. Mithilfe moderner Synchrotron- und Neutronenmethoden entdeckten die Forschenden zunächst unerwartete Phasen im Inneren 3D-gedruckter Stähle – und zeigen nun, welche Prozesse an den Grenzflächen verschiedener Materialien ablaufen und wie sich diese durch den Druckprozess beeinflussen lassen.
An DESYs Elektronenbeschleuniger REGAE haben Forschende eine neue Methode zur Strukturuntersuchung entwickelt: Mit ihr lässt sich die detaillierte atomare Struktur von Materialien mithilfe von hochenergetischen Elektronen bestimmen, die an der Probe gebeugt werden. Die Technik, die das Team in der Zeitschrift IUCrJ der International Union of Crystallography beschreibt, ermöglicht es erstmals, die hohe Empfindlichkeit der Elektronenbeugung auf dickere Proben anzuwenden, die mit herkömmlicher Elektronenbeugung bisher nicht untersucht werden konnten.
Forschende am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY haben gemeinsam mit internationalen Partnern ein neues Lasersystem entwickelt, das die mehrfarbige Zwei-Photonen-Mikroskopie deutlich vereinfachen könnte. Die Technologie basiert auf einem kompakten ultraschnellen Faserlaser und ermöglicht es, mehrere Zelltypen oder -strukturen gleichzeitig sichtbar zu machen und so komplexe Wechselwirkungen im Gewebe zu untersuchen. Der Ansatz könnte auch in der medizinischen Forschung Anwendung finden. Über ihre Ergebnisse berichtet das von Forschenden des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und des DESY geleitete Team in der Fachzeitschrift Laser & Photonics Reviews.