Ein Forschungsteam aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von DESY, der Universität Hamburg, dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, der Universität Rostock und dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik hat Gelder in Höhe von 14 Millionen Euro für das Projekt IFuEL (Inertial Fusion Energy Laser Development and HED-Analytics, „Entwicklung von Trägheitsfusionsenergie-Lasern und HED-Analytik“) erhalten. Das Projekt soll eine hocheffiziente und skalierbare Lasertechnologie für die Fusionsforschung entwickeln und testen. Die Förderung ist Teil des Programms „Fusion 2040” des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und konzentriert sich auf einen vielversprechenden Ansatz in der Fusionsenergieforschung: die Trägheitsfusion. Die durch diese Förderung ermöglichte Lasertechnologie wird auch für die fusionsrelevante Materialforschung an der DESY-Lichtquelle PETRA III und deren zukünftiger Weiterentwicklung PETRA IV eingesetzt werden.
DESYs Lichtquellen haben schon viel gesehen und durchleuchtet – von Viren über Weltraumgestein bis hin zu Meisterwerken von Rembrandt und van Gogh. Jetzt können wir ein weiteres Stück Wissenschafts- und Kulturgeschichte zu unserer Sammlung exotischer Versuchsobjekte hinzufügen: ein vom Dichter und Universalgelehrten Johann Wolfgang von Goethe gesammeltes Stück Bernstein, in dem eine 40 Millionen Jahre alte Ameise eingeschlossen ist.
Ein internationales Forschungsteam hat mit Hilfe von PETRA III gezeigt, wie sich Gasatome neu anordnen, bevor sie zerfallen. In einem durch Röntgenstrahlung ausgelösten Zerfallsprozess setzen sie energiearme Elektronen frei. Das Team konnte beobachten, wie die Atome bis zu einer Pikosekunde lang umeinander tanzen, bevor das System explodiert. Das ist das erste Mal, dass Forschende detaillierte Einblicke in den zeitlichen Ablauf dieses Zerfallsprozesses erlangen, der auch über damit verbundene Strahlenschädigungsmechanismen verrät.